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aber - dem unsichtbaren feind am berg ist er noch einmal entkommen.
3
als er dort irgendwie ankommt, ist er ausgetrocknet, völlig erschöpft.
1
doch: er stolpert, taumelt ins 3000 meter tiefer gelegene basislager.
4
robert bösch hat all dies gemacht, es hat ihn dennoch erwischt, ohne vorwarnung.
3
oder: sie steigen sehr langsam auf, etwas hinab und dann wieder höher, denn so hat der körper zeit, sich an die höhe zu gewöhnen.
5
um dem vorzubeugen, tragen viele bergsteiger in großen höhen ein atemgerät - wie beim tauchen.
5
raus aus der sogenannten todeszone oberhalb von 7000 meter höhe, wo sich der körper selbst beim rasten nicht mehr erholen kann.
6
robert bösch zwingt sich den berg hinab, schritt für schritt für schritt.
6
das einzige mittel, das in diesem ernstfall wirkt, ist der abstieg.
4
schon mancher teilte darum seinen müsliriegel mit einem hirngespinst.
3
denn auch im hirn platzen äderchen, es schwillt an und rasende kopfschmerzen und wahnvorstellungen überfallen die höhenkranken bergsteiger.
6
jede bewegung, sogar klare gedanken zu fassen, ist irgendwann unmöglich.
3
bergsteiger, die an dem sogenannten lungenödem leiden, drohen innerlich zu "ertrinken", oder sie müssen so sehr husten, dass ihnen die rippen brechen.
3
bloß: durch das angestrengte atmen kann flüssigkeit aus den äderchen der lunge entweichen.
6
ein teufelskreis beginnt: um den mangel auszugleichen, müssen die bergsteiger enorm schnell atmen, bis zu 40-mal die minute; das ist rund dreimal so viel wie normal.
6
auf dem gipfel des makalu ist es nur noch ein drittel.
4
auf 5000 meter nimmt ein kletterer darum nur noch halb so viel sauerstoff auf wie auf meereshöhe.
5
sicher ist nur: schon ab 2000 meter höhe gelangt mit jedem atemzug immer weniger sauerstoff in die lungen.
7
sie kann jeden umhauen, der zu schnell hinauf will - vom bergneuling bis zu profis wie robert bösch.
5
diese krankheit, die durch die "dünne" sauerstoffarme höhenluft entsteht, hat vielleicht schon mehr bergsteiger umgebracht als die eiseskälte, als lawinen, stürme oder steine, die wie tötliche salven die hänge hinabrauschen.
10
robert bösch ist ganz oben ganz unten und sich sicher, diesen kampf gegen die gefürchtete höhenkrankheit zu verlieren.
4
sein schädel scheint zu platzen, sein herz wummert, die beine streiken.
4
er dreht vorsichtshalber um und nun beim abstieg ist es ihm, als hätte sich ein 100-kilo-mann auf seine brust gesetzt.
5
doch dann: leichter schwindel.
2
kaum eine halbe stunde ist es her, da fühlte sich robert bösch - einer der bekanntesten bergführer und -fotografen der welt - fit und stark genug, den fünfthöchsten berg der erde zu erklimmen.
9
der unsichtbare feind erwischt ihn auf 8000 meter höhe, etwa 500 meter unterhalb des gipfels des makalu.
7
die lebensgefährliche höhenkrankheit kann jeden erwischen, selbst die allerbesten bergsteiger.
3
denn schon ab 2000 meter wird die luft "dünn".
3
nicht sturm, nicht steinschlag - die höhe ist für die meisten kletterer die größte gefahr in den bergen.
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